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Mein Bruchsaler Hügelland. Frühling oberhalb des Eichelberges, auf dem Weg nach Obergrombach.
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Schloss Bruchsal: “Zurück in die Zukunft” | Restaurierung

UPDATE

Besondere Führung am 22. August um 15 Uhr

Die von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten organisierte Führung beinhaltet auch die Besichtigung der Umbaumaßnahmen und Informationen zu den zukünftigen Veränderungen des Bruchsaler Schlosses. Anmeldung erbeten unter Tel.
07222 934 9881 (mit Infoansage)oder 07222 97 8178 (Mo bis Fr) und 07251 74 2661 (Sa und So). Anmeldung per E-Mail: service@schloss-bruchsal.de

Eine Anmeldung samstags, sonntags und feiertags ist nur telefonisch über die Schlosskasse Bruchsal möglich: Tel. 07251 74 2661.
 

Hier der ursprüngliche Bericht von der ersten Sonderführung im April 2010:

Mit einer Sonderführung wurde einer interessierten Öffentlichkeit am 11. April 2010 erstmals Einblick gewährt in den Stand der Restaurierungsarbeiten in der Beletage des Barockschlosses Bruchsal. Sehen Sie den Fotobericht als fortlaufende Diashow. Klicken Sie bitte unten in das Bild.

“Zurück in die Zukunft” Schloss Bruchsal nach der Wiedereinrichtung

Das derzeit prominenteste Bau- und Restaurierungsprojekt der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist das Bruchsaler Schloss. Die Räume der Beletage werden in ihren ursprünglichen Proportionen wieder hergestellt werden, Möbel, Gemälde und Tapisserien des Bruchsaler Schlosses gezeigt. Die Führung erlaubt schon jetzt einen Einblick in das Geplante und die Baustelle.

Referent: Marco Freundlieb

Flyer SSG: Sonderführung. Klicken Sie, um das Bild zu vergrößern.

 

Die Fotos sind urheberrechtlich geschützt © Dieter Müller

Der Rundgang, die Fakten

Unter der Leitung von Marco Freundlieb von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg, die praktischerweise ihren Hauptsitz im Bruchsaler Schloss haben, hatten etwa 20 interessierte Bürger Gelegenheit, sich vom Stand der Restaurierung zu überzeugen.

Die Ausgangslage

Am 1. März 1945 wurde das Schloss wie die gesamte Bruchsaler Innenstadt durch einen 40-minütigen Fliegerangriff zu 80 Prozent zerstört. Etwa ein Jahr später bekam die Ruine ein erstes Notdach. Bis dahin waren jedoch weitere erhebliche Wasserschäden eingetreten.

Erst 1964 entschloss sich das Land Baden-Württemberg, den Mittelbau (Corps de Logis) als Museum wieder originalgetreu aufzubauen. 1975 konnte das Schloss wieder genutzt werden. Den ersten großen Auftritt hatte das Schloss 1981 mit der Ausstellung “Barock in Baden-Württemberg”, einer Ausstellung von internationaler Bedeutung. Letzte Arbeiten wurden 1993 abgeschlossen.

Nach 45 Jahren war der insgesamt 50 Millionen Mark teure Wiederaufbau abgeschlossen. Heute dokumentiert eine ständige Ausstellung im Schloss die Restaurierungsarbeiten mitsamt der alten Kunsthandwerkstechniken in Werkstattszenarien und Arbeitsabfolgen (Zitat schloss-bruchsal.de).

Allerdings wurden bei den Restaurierungsarbeiten im Inneren “nur” die großen Säle der Beletage: Fürstensaal (zum Ehrenhof), Kuppelsaal (im Treppenhaus) und Marmorsaal (zur Gartenseite) originalgetreu wiederhergestellt, diese zeigen sich auch heute in ihrer ganzen Pracht. Die anderen Räume wurden entsprechend des geplanten Bestimmung als Museumsräume gebaut: große Säle und weiße, kahle Wände. Erst sehr spät entstand die Idee einer originalgetreuen Restaurierung, und zu ihren eifrigsten Propagandisten zählte der damalige OB der Stadt Bruchsal Bernd Doll.

Neue Probleme | Die Ziele | Was will man erreichen?

So wie das Schloss im Inneren einmal war, so wird es nie mehr werden. Dieser Tatsache darf sich niemand verschließen. Zu vieles ist unwiederbringlich verloren, zum größten Teil durch die Zerstörungen des 1. März 1945, aber auch durch die Witterungseinflüsse des ersten Nachkriegsjahres, als die Ruine völlig ungeschützt dastand.

Außerdem erkannte man bei Beginn der Arbeiten, dass man mit einem weiteren Problem zu kämpfen haben würde: Bei den ersten Sanierungen der 50er Jahre wurde - heute würde man sagen - minderwertiger Beton vergossen. Bevor man sich an die eigentliche Arbeit machte, musste zunächst der alte Beton saniert werden.

Trotz der widrigen Umstände verfolgt das Team aus Kunsthistorikern, Konservatoren, Architekten, Künstlern, Kunsthandwerkern und Bauleuten das Ziel: Die Räume der Beletage in der ursprünglichen Form wiederherzustellen und die einmaligen Kunstschätze, mit denen das Barockschloss Bruchsal gesegnet ist, in einem großartigen Rahmen zu präsentieren. Nicht nur das Schloss, auch die Stadt Bruchsal und die ganze Region werden von dieser einzigartigen Anstrengung profitieren. Nicht umsonst bezeichnen die Staatlichen Schösser und Gärten Baden-Württemberg Bruchsal als prominentestes Bau- und Restaurierungsprojekt im Lande.

Zu den Schätzen des Bruchsaler Schlosses zählen in besonderem Maße die wertvollen Tapisserien, die derzeit gereinigt und restauriert werden. Sie besitzen Weltrang, und vergleichbare Stücke sind in Europa nur noch einmal in Frankreich zu sehen. Bruchsal besitzt sogar mehr Stücke, als man in der Ausstellung zeigen können wird.

Auch die wertvollen kurfürstlichen Möbel werden wieder zu sehen sein. Hinzu kommen kostbare Stücke, wie z.B. das Paar Konsoltische, das auf einer Auktion erworben werden konnte. Allein schon die wunderbaren Roentgen-Kommoden werden eine Menge Besucher ins Schloss locken.

Aus konservatorischen Überlegungen sollte man diese Stücke eigentlich im Depot verwahren, sie nicht dem Tageslicht, nicht der schwankenden Luftfeuchtigkeit und vor allem nicht den Ausdünstungen der Besucherscharen aussetzen. Hier sind bei der Planung der Be- und Entlüftung die Konservatoren gefragt. Ein Klima, das den Kunstwerken nicht schadet hat oberste Priorität. Wie erreicht man das, wenn aus baulichen Gründen keine Klimaanlage installiert werden kann?

Terminplan: 2012 | 60 Jahre Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg wurde am 25. April 1952 gegründet. Dieses Datum haben die Restauratoren im Kopf, wenn sie an die Fertigstellung denken. Bis dahin gilt es noch viele Hindernisse zu überwinden, Lösungen für neu auftauchende Probleme zu finden. Der Schutz der Kunstwerke hat oberste Priorität, und man wird ganz bestimmt nicht hergehen, wie zuletzt vor 100 Jahren, und übergroße Wandteppiche mit der Schere auf Maß bringen, damit sie an die Wand passen. Ungelogen, so wurde das damals gemacht.

Reicht das Geld?

Geld war kein Thema auf unserem Rundgang unter der fachkundigen Leitung von Marco Freundlieb. In Zeiten knapper Kassen ist es zu hoffen, dass die erforderlichen Mittel für die Restaurierung zur Verfügung stehen. Kultur, Kunst und Bildung sind Bereiche, an denen man zu allerletzt sparen darf.

Mein Vorschlag deshalb: Zur Eröffnung im Jahre 2012 jetzt schon die obersten Regierungsvertreter gewinnen, am besten den Landesvater, oder den Finanzminister als obersten Hausherren!

Anmeldung zu allen Führungen

Zu allen Führungen im Barockschloss Bruchsal, die von den Staatlichen Schlössern und Gärten (SSG) Baden-Württemberg angeboten werden, ist eine telefonische oder schriftliche Anmeldung erforderlich. Diese ist zu richten

an Werktagen: an das Service Center
Tel. Anmeldung erbeten unter Tel. 07222 934 9881 (mit Infoansage) oder 07222 97 8178, Fax 07222/93 49 882
E-Mail: service@schloss-bruchsal.de
Internet: www.schloss-bruchsal.de

an Samstagen, Sonn- und Feiertagen: an die Schlosskasse Barockschloss Bruchsal
Tel. 07251 74-2661, Fax 07251 74-2664
Eine Anmeldung samstags, sonntags und feiertags ist nur telefonisch über die Schlosskasse Bruchsal möglich.
Treffpunkt für alle Führungen: Barockschloss Bruchsal, Schönbornstraße, Schlosskasse

Schloss Bruchsal vom Amtsgericht aus

Barockschloss Bruchsal, Blick von der Terrasse des Amtsgerichts. Foto © Dieter Müller

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(c) Dieter Müller.

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